Hallo! ich bin Max!

Danke, dass Du Interesse an mir hast. Ich bin Euer Musterkind der Zukunft

Das heißt nicht, dass ich musterbrav bin. Nein, das heißt, dass ich mich so entwickeln darf, wie es mir entspricht und nicht nach Euren Wünschen oder Vorstellungen. ich habe meinen eigenen Lebensplan. Es heißt, dass ich zu den Kindern gehöre, für die Ihr gefragt habt vor vielen Jahren, was wir eigentlich brauchen.
Damals - ich glaube es war ab Weihnachten 2019 - stelltet Ihr Euch selbst die Frage als Erwachsene:

​"Was brauchen unsere Kinder"?

​Ab dieser Zeit fragtet Ihr nicht an erster Stelle: Was brauchen wir? Ihr fragtet: Was brauchen unsere ​Kinder? Und Ihr wart bereit, Eure Gesellschaft und Eure Politik und überhaupt alles auch danach auszurichten ​was die Kinder brauchen und nicht die Erwachsenen. ​Denn irgendwie hattet Ihr verstanden, dass Eure Kinder ihren eigenen Plan mitbringen und dass sie ​auch die Zukunft sind. Irgendwann habt Ihr das dann ernst genommen.
​Ihr habt dann herausgefunden, dass ​wir Kinder ganz allgemein Folgendes brauchen:

  • ​Zuwendung
  • Zeit
  • Zärtlichkeit.

Irgendwann hattet ihr verstanden, dass wir Kinder ganz konkret

  • eine stabile, sichere Bindung brauchen,
  • ​Fürsorge,
  • gute Ernährung,
  • viel Spiel und Bewegung und vor allem,
  • Aufmerksamkeit.

​Ihr hattet dann auch verstanden, dass eine solche Bindung und Aufmerksamkeit nur von einer Person kommen ​könne und dass das eigentlich nur die Mutter sein kann.
Deshalb habt Ihr dann die zweite Frage gestellt:

​"Was brauchen unsere ​Mütter,
um das zu erfüllen, was ihre Kinder brauchen"?

​Damals habt Ihr verstanden, dass es Unsinn ist, externen Müttern, die Ihr Erzieherinnen nennt, das Geld zu geben, uns großzuziehen anstatt den Müttern direkt. 
Irgendwann hattet ihr verstanden, dass es völlig unsinnig ist, nur die externen Mütter (Erzieherinnen) auszubilden, anstatt die Mütter selbst. 
​Und Ihr habt dann auch die Mütter ernst genommen, die gerne Vollzeit für ihre kleinen Neugeborenen dasein wollten und es nicht konnten, weil irgendjemand sagte, sie würden anderweitig gebraucht und müssten sich anderweitig selbst verwirklichen und anderweitig wären ihre Kinder besser betreut und außerdem müssten sie arbeiten gehen, um das Geld zu verdienen, ihre Kinder großzuziehen.
​Ihr habt dann verstanden, dass es nicht darum geht "Mütter oder Frauen zurück an den Herd", wie man es geschickt eingeredet hatte, sondern "Mütter hin zu Ihren Kindern", "Mütter hin zu einer freien Entscheidung".

​Ihr habt dann in aller Klarheit erkannt und entschieden, dass Mütter generell zwei Dinge brauchen:

  1. ​eine gründliche Ausbildung als Mutter (Erzieherin), denn es war klar, dass es Unsinn ist, von einer externen Mutter eine Ausbildung zu verlangen, nicht aber von der eigenen Mutter,
  2. ​eine gründliche ​Finanzierung des 24-Stunden-Jobsdenn es war klar, dass es Unsinn ist, ​eine externe Mutter ​zu bezahlen, aber nicht die​ eigene Mutter.

​​​Ihr hattet verstanden, dass die Trennung von Beruf und Familie ein Unsinn ist, wenn die Erziehung von Kindern von externen Müttern oder Frauen als Beruf ausgeübt wird, nicht aber die Erziehung der Mutter selbst.

Damals kam dann Children´s Voice, diese verrückte "Kindergewerkschaft" (die eigentlich auch eine Müttergewerkschaft ist, also eine Kinder-Mütter-Gewerkschaft), die es sich dann zum Ziel gesetzt hatte, diese beiden Ziele zu verwirklichen.

​Und wie ist das jetzt mit mir?
Wie Ihr seht, geht es mir gut. Papa und Mamma lieben mich, sie haben sich bestens vorbereitet auf mich und wissen, was jetzt und in den kommenden Jahren für mich richtig ist. Derzeit ist es meine einzige Aufgabe zu wachsen und zu spielen.

Für mein weiteres Leben habe ich allerdings einige Wünsche:
Wie alle Kinder bin ich ganz begierig darauf, meine Welt kennen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und meine Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln.

Ich wünsche mir, wenn ich in die Schule komme, dass meine Lehrer Freude daran haben, mir ihr Wissen zu vermitteln und meine Talente zu entdecken. Ich möchte in eine Schule kommen, wo ich mich schon auf das Ende der Ferien freuen kann und nicht auf das Ende der Schule. ​Ihr glaubt, das ​sie nicht möglich? Dann schaut mal, was es alles so an Schulen gibt, die es schon ganz anders machen. Das ist aber ein anderes Projekt, um das sich auch die Kindergewerkschaft kümmert, aber indirekt in Zusammenarbeit mit ​einem anderen gemeinnützigen Verein, der sich das zum Ziel gesetzt hat, überall freie Schulen zu schaffen, in denen Lehrer wirklich frei unterrichten können und nicht nach Vorgaben des Staates oder der Wirtschaft wie beim Militär. Vielleicht schaut Ihr da auch einmal rein. Denn da geht es dann um die größeren Kinder, die Schulkinder. Ach ja, und um die Studenten kümmern sie sich auch. Weil die sollen auch ein freies Bildungswesen bekommen.

Ich wünsche mir noch mindestens 2 Geschwister, am liebsten noch eine Schwester, damit ich lerne, dass Mädchen auch blöd sein können und einen Bruder, dem ich zeigen kann, wie man auf Bäume klettert. Meine Mammi soll Zeit für uns haben und wenn ich mir das Knie anhaue, dann möchte ich mich in ihren Armen ausweinen. Dafür brauchst Du und alle anderen die Überzeugung, dass "Mamma sein" ein richtiger Beruf ist, bei dem eine Frau sehr viel Verantwortung übernimmt.

Du glaubst wieder, dass dies nicht funktionieren kann? Dann schau hier hinein.

Es kann sein, dass ich, wenn ich nach und nach erwachsen werde, in eine Krise komme. Vielleicht weiß ich nicht recht, was ich tun soll oder wie ich mich verhalten soll, wenn ich mich einem Problem nicht gewachsen fühle. Vielleicht mache ich dann auch einmal einen Blödsinn. Dann wünsche ich mir Menschen, die mich nicht verurteilen, sondern mit mir reden. Denen ich mein Herz ausschütten kann und die mich verstehen. Und die mir die Kraft geben, meinen ganz persönlichen Weg zu finden, wie ich in unserer Welt mit Freude und Hingabe meine Aufgaben erfüllen kann.

Du glaubst schon wieder, dass dies eine Utopie ist? Dann bedenke, dass vieles, was Du heute erlebst, vor 100 Jahren noch Utopie war. Aber da gab es Menschen, die hatten Visionen und es gab Menschen, die handelten.

Darum freue ich mich, wenn Du heute für mich aktiv wirst, denn eines Tages gebe ich Dir zurück, was Du für mich getan hast!